Eine beeindruckende Führung mit Hermann Josef Rapp durch den Friedwald im
Reinhardswald und den Urwald Sababurg.
Familienausflug war ein voller Erfolg
Begeistert waren die Teilnehmer des Familienausfluges in den Reinhardswald. Nach einem reichhaltigen Frühstück in der Gaststätte ´Alte Fähre´ in Reinhardshagen ging die Fahrt zum Friedwald Reinhardshagen.
Baumriesen zum Umarmen, sonnige Lichtungen, und Vogelgezwitscher - ein friedvoller Ort zum Sich- eins- mit- der- Natur- fühlen. Kein Wunder, dass schon Dornröschen hier, auf Schloss Sababurg im Reinhardswald, selig schlummerte. "Nur" 100 Jahre waren der Königstochter vergönnt. Einige Mitglieder des Jagdklubs Limburg dagegen können sich gut vorstellen, "in diesem Märchenwald bis in alle Ewigkeit zu schlafen".
"Der Friedwald im Reinhardswald ist kein Waldfriedhof, sondern ein natürlicher Wald, der Begräbnisplatz ist äußerlich nicht erkennbar", erklärt uns der pensionierte Forstbeamte Hermann Josef Rapp. Lediglich kleine grüne Plaketten am Baum sowie ein schlichtes Namensschild des Besitzers verweisen darauf, dass es sich hier um eine Grabstätte handelt.
An einem Baum kann die Asche einzelner Personen oder beliebig vieler Familienmitglieder bestattet werden. Den Ort hat sich der Verstorbene fast immer selbst ausgewählt "99 Prozent der Leute, die sich im Friedwald einen Baum aussuchen, sind bei bester Gesundheit und haben mit dem Sterben eigentlich noch nichts im Sinn", sagt Rapp.
Ab 3350 Euro kostet ein Friedwaldbaum als Ruhestätte für eine Einzelperson oder eine ganze Familie für 99 Jahre. Mehrere, familiär nicht verbundene Personen können sich aber auch ab 770 Euro je Urne einen Gemeinschaftsbaum teilen. Wobei der Baum, den man sich für seinen letzten Weg zurück zur Natur erwählt, nicht in heimischen Gefilden stehen muss.
Es gebe sogar eine Art sanften Tourismus: "Leute aus Dortmund oder Berlin reisen für ein Wochenende an, gehen irgendwo schön Essen, wandern durch den Wald und besuchen ihren Baum."
Dem enormen Informationsbedürfnis der Menschen trägt man im Reinhardswald mit Führungen Rechnung. Aus ganz Mitteldeutschland reisen Interessierte an, um mit dem pensionierten Forstbeamten Hermann-Josef Rapp den Friedwald zu erwandern. Und sie alle finden den Gedanken, an den Wurzeln eines Baumes zur Natur zurückzukehren, faszinierend.
Nach einer Ruhestunde auf der Sababurg führte uns Herrmann Josef Rapp durch das Naturschutzgebiet ´Urwald Sababurg´. Das Gebiet des Urwaldes gehörte zu einem außergewöhnlichen Naturerlebnis. Die Alte Weidelandschaft bot einen Anblick prächtiger Eichen, mächtiger Rotbuchen und eindrucksvoller Hainbuchen. Eindrucksvolle Baumgestalten, und der hohe Totholzanteil aus dem sich eine ökologisch bedeutsame Artenvielfalt aus den Formkreisen der Pilze und Insekten entwickelt.
In einer historischen Gaststätte bei Gießen saß die Reisegruppe noch in gemütlicher Runde zusammen. Alle waren begeistert von dem reichhaltigen Programm und freuen sich auf die Fahrt im nächsten Jahr in den Naturschutzpark Kellerwald Daniel Steffen
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