Klubausflug in das letzte Birkhuhnbiotop der hessischen Rhön.
Am Sonntag den 13. Juli 2003 war es einmal wieder soweit: An die 50 Freunde und Mitglieder unseres Jagdklub haben sich um 8 Uhr früh getroffen um zu dem alljährlichen Ausflug in eine besonders interessante Region Hessens auf zu brechen.
Dieses Jahr ging es in die hessische Rhön, mit dem Ziel das letzte Birkhuhnbiotop im Schwarzen Moor zu besuchen. Im Dreiländereck Hessen-Thüringen –Bayern wird seit Jahren daran gearbeitet diese reizvolle Wildart zu erhalten und die Population weiter auf zu bauen.
Gefrühstückt haben wir diesmal in Tann. Diese gemeinsamen Frühstücke quasi „bevor es richtig losgeht“ sind mittlerweile zur Tradition unserer Ausflugsfahrten geworden.

Frisch gestärkt fuhren wir bergan durch die herrliche Landschaft der Kuppenrhön zum Schwarzen Moor. Am ehemaligen Lager des Reichsarbeitdienstes, dass aus der Zeit stammt als die Hochrhönstraße – heute eine der schönsten Panoramastraßen Deutschlands – zur Erschließung einer witterungsbedingt unwirtlichen Region gebaut wurde, trafen wir uns mit dem Berufsjäger Thorsten Kirchner. Er war lange Jahre Koordinator des hessischen Birkwildprojekts und betreut den Lebensraum heute von der bayrischen Seite aus.
In der einmaligen Hochmoorlandschaft des Schwarzen Moores haben wir Thorsten Kirchner knapp 2 Stunden auf einem lehrreichen Rundgang begleitet. Er ist ein ausgezeichneter Birkhuhnkenner und passionierter Jäger, der uns auf hervorragende Weise den Reiz dieses letzten Refugiums des Birkwildes in Hessen sowie die Problematik seiner Hege und des Schutzes seines Lebensraumes näher gebracht hat.
Viel zu schnell mussten wir wieder aufbrechen! Unser Weg nach Fulda führte uns noch mal über die Hochröhnstraße. Wieder faszinierte uns die herrliche Landschaft die wir bei „Kaiserwetter“ in Anblick bekamen.
Die letzte Station der Klubfahrt 2003 war die historische Altstadt von Fulda. Dort hielten wir zu einem kurzen Bummel an, den einige zur Besichtigung des Doms und andere zum Eisessen in malerischer Kulisse an einem heißen Tag genutzt haben – jeder nach „seiner Façon“.


Gegen 21 Uhr lief der Bus wieder in heimatliche Gefilde ein, wo auch dieser Ausflug in gemütlicher Stimmung ausklang. Es war ein langer Tag mit vielen Eindrücken und neuem Wissen. Trotzdem – oder gerade deshalb- war schon hie und da zu hören: “Wir fahren auch nächstes Jahr wieder mit!“ Tja, wohin es nächstes Jahr geht hat Michael Schales ja auch schon mal verraten: Im Jahr 2004 fährt der Jagdklub in den Hunsrück nach Rheinböllen. Das besondere Highlight wird diesmal der Besuch des dortigen Hochwildschutzparks sein.
Roland Zobel