Jahreshauptversammlung 2007

 

Limburg.- Auf der  Mitgliederversammlung des Jagdklubs Limburg im Bürgerhaus Lindenholzhausen informierte der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen, Dietrich Möller, die Mitglieder über die wichtigsten Eckpunkte zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes, die nun in eine entscheidende Phase tritt. Sollte sich die Grundidee der Föderalismusreform durchsetzen, würde das neue Bundesjagdgesetz nur noch einiges Wesentliche wie zum Beispiel die Bindung des Jagdrechts an Grund und Boden, Gültigkeit des Jagdscheines im gesamten Bundesgebiet und die Jägerprüfung regeln. Den Rest würde man den Ländern überlassen.

Dem Trend, die Jägerprüfung an kommerziell privaten Jägerschulen innerhalb eines dreiwöchigen Lehrganges zu absolvieren, setzt der Landesjagdverband nun Paroli. An der Aus- und Fortbildungsstätte des Landesjagdverbandes am Jagdschloss Kranichstein (Darmstadt), werden seit diesem Jahr 20-tägige Kompaktkurse zur Jägerprüfung und zwei Repetorien den Vereinsmitgliedern angeboten und zwar zu einem fairen Preis.

Natürlich ist es ein Unterschied, ob man drei Wochen oder ein ganzes Jahr in die Ausbildung steckt. Lernt man bei einem Schnellkurs nur das Nötigste, so ist die hiesige Ausbildung beim Jagdklub Limburg, der Jägervereinigung Oberlahn und der Jägerschule Diana, die ab diesem Jahr einen gemeinsamen Lehrgang durchführen, darauf ausgelegt, dass der Schüler ein fundiertes Wissen und eine praktische Ausbildung erhält. Dass innerhalb des Lehrganges Kontakte zu den Schülern, Ausbildern und den Mitgliedern des Jagdvereins entstehen, die für einen späteren Jagdanschluss wichtig seien, ist nur eine positive Nebenerscheinung. Im Juni beginnt der neue Lehrgang, der drei Vereine zur Erlangung des ersten Jagdscheines. Interessierte am Jungjägerlehrgang können sich über das Internet www.Jagdklub-Limburg.de informieren oder anmelden.

 

Bioenergie ist gut für den Klimaschutz, der Naturschutz darf dabei aber nicht auf der Strecke bleiben, betonte Jagdklubvorsitzender Michael Schales. Insbesondere der großflächige Maisanbau berge Risiken. Die Jäger plädieren zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Vorbeugung von Wildschäden für den praktischen Naturschutz im Maisfeld durch Blütenstreifen: Schneisen in den bewirtschaften Fläche mit attraktiven Kräutermischungen. Diese bieten Deckung und Nahrung für Bodenbrüter, Wild, Insekten und Kriechtiere.

Für die Anlage von Blüh- und Schonstreifen erhalten die Landwirte ab Anfang 2009 Fördermittel.

Schales ging in seinem Jahresbericht auf die mit großem Engagement unterstützende Veranstaltungen, wie den Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet Westerwaldgrube in Thalheim, dem Motorsägenlehrgang, dem Kochkurs in der Adolf-Reichwein-Schule, der Ausflug in den Nationalpark Kellerwald, dem Familientag in Dietkirchen und der Hubertusmesse in Diez und Limburg sowie der Hubertusfeier in der Josef-Kohlmaier-Halle, ein.

 

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Ehrung verdienter und langjähriger Mitglieder.

Günther Feix, langjähriges Prüfungsmitglied im Jagdrecht erhielt von Dietrich Möller die bronzene Verdienstnadel des Deutschen Jagdschutzverbandes.

 

Die goldene Treuenadel für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielt Reinhard Hartmann. Die silberne Nadel für 40- jährige Treue, Hans Jochen Böcher und Hans Edmund Heep.

Die goldene Klubnadel für 30- jährige Mitgliedschaft: Werner Burggraf, Alexander Diefenbach, Werner Fischer, Edgar Gläsner, Joachim Hilgert, Karl Himmelreich, Hans Peter Kegler, Ernst Luh, Dr. Eckhard Luther, Dr. Werner Müller, Michael Roth, Eckhard Schnee, Joachim Stöppler, Erwin Voll und Hilmar von Schenck.

Die Treuenadel des Deutschen Jagschutzverbandes für 25 Jahre Mitgliedschaft im Jagdklub Limburg: Eric Badmann, Hans Jürgen Dowidat, Stefan Hartmann, Klaus Heep, Volker Hoffmann, Gerhard Klotz, Werner Martin, Bernd Menninger, Thomas Rembser, Andreas Ries, Hermann Schlag, Bernhard Stickel und Ingrid Wenz.

Die Silberne Klubnadel: Edmund Breithecker, Werner Fischer, Wolfgang Fritsch, Arnold Grossmann, Dr. Andreas Herling, Andreas Hofmann, Walter Kilberg, Hans Georg Menzler, Mechthild Stähler und Oliver Urban.

Die Bläsernadeln für 30 Jahre aktive Tätigkeit im Bläsercorps des Jagdklubs Limburg erhielt Erwin Voll und für 35 Jahre erhielt Martin Kaiser.

Umrahmt wurde die Versammlung vom Bläsercorps des Jagdklubs Limburg .(st)

 

 

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Die Geehrten  des Jagdklub Limburg auf der Jahresversammlung in Lindenholzhausen

Foto: Steffen