Hegeschau
des Jagdklub Limburg für das Gebiet des Altkreises Limburg
Limburg.-
Das Bürgerhaus in Lindenholzhausen hatte sich für einen Nachmittag in ein
Jagdmuseum verwandelt. Anlass war die Hegeschau des Jagdklubs Limburg für den
Altkreis Limburg. Zu bestaunen gab es unter anderem 500 Geweihe und Gehörne von
Hirsch, Rehbock und Muffelwiddern sowie die
Hauer von starken Keilern. Anhand einer Beschriftung an jeder Trophäe
konnte das Alter, Gewicht und der Abschusstag nachgewiesen werden.
Aufmerksamkeit erregten eine Reihe von kapitalen
oder abnormen Rotwildgeweihen und Rehgehörnen.
Der Kopfschmuck des männlichen Wildes sei auch ein Indikator für
Gesundheit des Wildes, erklärte Kreisjagdberater Werner Laux.
Landrat Dr. Fluck als Chef der
Unteren Jagdbehörde und Bürgermeister Martin
zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt an Wildtieren in einem von so
vielen Menschen besiedelten Raum wie dem Kreis Limburg-Weilburg. In Zusammenhang
mit der Novellierung des Bundesjagdgesetzes sprach der Vorsitzende Michael
Schales von ungünstigen Perspektiven für die Jäger. In der Diskussion sei ein
Verbot der sogenannten Fangjagd, die Reduzierung der Tierarten, die bejagt würde
dürfen, und eine Verkürzung der Jagdzeit.
Verboten werden soll auch die Jagd auf sämtliche Beutegreifer, somit
auch auf den Fuchs.
Obwohl die Rekordstrecke von 1500 Wildschweinen aus dem Vorjahr nicht erreicht wurde, wanderten 1100 Schwarzkittel in die Kochtöpfe der Gourmets. Der Kreisjagdberater legte den Mitgliedern des Jagdklubs nahe, das Schwarzwild weiterhin scharf zu bejagen um die Gefahr der Schweinepest zu bannen.
Den stärksten Keiler erlegte E. Eiding im Revier Schwickershausen. Der vorgegebene Abschuss von 127 Stück Rotwild wurde erfüllt, sehr zur Freude der Forstpartie. Den kapitalsten Hirsch konnte Jochen Raus im Revier Hof zu Hausen strecken. Es handelte sich um einen alten erblindeten Hirsch, für den der Abschuss eine Erlösung war . Von den fünf erlegten Muffelwiddern litt ein Großteil an der Moderhinke, eine krankhafte Schalenkrankheit. Einen starken Muffelwidder konnte Walter Dienst im Camberger Revier erbeuten. 1212 Rehe wurden erlegt, 320 Rehe fielen dem Straßenverkehr zum Opfer. Den silbernen Bruch für den stärksten Rehbock erhielten Udo Dietz aus dem Revier Dauborn und Rudolf Feldewert aus dem Revier Hadamar II. 951 Füchse konnten die Jäger zur Strecke legen. Bei den Niederwildarten wie Rebhuhn und Fasan haben sich die Jäger verantwortungsvoll gezeigt und diese Wildarten schonend und zumeist gar nicht bejagt.
Die Hegemedaille für Lebensraumverbesserung von Biotopen und Öffentlichkeitsarbeit erhielten die Reviere Bad Camberg II, Niederbrechen und Ahlbach.
Umrahmt wurde die Hegeschau vom Bläserkorps des Jagdklubs.(st)
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Eine Laune der Natur: Zwei abnorme Rehböcke, ein Perückenbock (Zwitter) und ein Bock mit geschwollen Backen (re.) im Bastgehörn wurden von vielen Besuchern bestaunt.
Fotos: Daniel Steffen