Mitgliederversammlung 2003

Limburg.- Die Jahreshauptversammlung des Jagdklubs Limburg mit aktuellen Themen und Ehrungen fand in Verbindung mit der Hegeschau und  der musikalischen Begleitung des Bläserkorps  statt. Vorsitzender Michael Schales begrüßte  im Dorfgemeinschafshaus in Lindenholzhausen  dazu zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste.

Die  Novellierung des Bundesjagdgesetzes erhitzte die Gemüter der Jäger. Bei der geplanten Überarbeitung des Gesetzes  seien zwar einige Details anpassungswürdig, doch habe sich das Regelwerk insgesamt bewährt. Schales sprach sich entschieden dagegen aus,  die jagdbaren Tiere  Rebhühner und Hasen aus dem Katalog zu streichen.  Die „ Roten Listen“ gefährdeter Tierarten dürften nicht maßgebliche Grundlage der notwendigen politischen Entscheidungen sein.“

Die unter Tierschützern besonders umstrittene Jagd auf Raubwild, wie Fuchs, Waschbär und Marder sei notwendig, um einen artenreichen Niederwildbestand zu erhalten. Die Nutzung durch Jagd trage zur langfristigen  Überlebensfähigkeit  der Arten bei, hob Schales hervor. Es gebe keinen Grund, das Bundesjagdgesetz in Frage zu stellen. Dieses sei „solide, klar, richtungsweisend und lege damit den Grundstein für den Naturschutz“

Schales ging in seinem Jahresbericht besonders auf die mit großem Engagement unterstützen Veranstaltungen ein.  Dazu gehörten die Informationsstände auf dem Hochheimer Markt und das Treffen befreundeter Jagdvereine in Eltville, auf dem sich viele Besucher über die Aktivität der Jagdvereine informierten. „Ohne die unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsätze vieler Mitglieder wären Projekte wie  die Biotop-Schaffung und -Pflege ausgeblieben“, sagte Schales. Am 3. Juni 2003 beginnt der neue Jungjägerlehrgang. Interessierte können sich über das Internet www.jagdklub-limburg.de informieren oder anmelden.

Dr. Christoph Noack, Vorstandsmitglied im Landesjagdverband Hessen stellte die Schwerpunkte des laufenden Jahres vor: das Offenlandarten-Programm und die Wildbretvermarktung. Im Offenlandarten-Projekt sollen neue Nahrungs- und Deckungsbiotope geschaffen werden, in denen  Rebhuhn, Hase, Feldlerche, Goldammer, Schafstelze u.a. ein neues Zuhause finden . Ferner soll eine Regionalmarke „Wildfleisch aus Hessen“ mit Gütesiegel und Zertifikat  in Zusammenarbeit mit den hessischen Forstämtern (Hessenforst) geschaffen werden.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Ehrung verdienter und langjähriger Mitglieder. Einstimmig wurden Emil Rubel, Otto Künsch, Dieter Sagel und Franz Grass zu Ehrenmitgliedern gewählt. Dieter Sagel und Roman Speier wurden mit der Treuenadel des Deutschen Jagdverbandes für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Für die 40-jährige Mitgliedschaft wurden Jakob Bauer, Ludwig Blum, Otto Erbe, Alfred Möbus, Günter Müller, Walter Rudloff, Walter Scheinkönig und Reinhold Zollmann ausgezeichnet.

Die Klubnadel in Gold für 30 Jahre Mitgliedschaft erhielten: Heinz Bädorf, Jürgen Bücher, Walter Sabel, Wolfgang Schmid, Leander Staudt und Walter Weier. Mit der Treuenadel für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Wolfgang Bausch, Axel Begere, Dr. Klaus Ulrich Brendel, Reinhold Budzinsky, Rolf Drescher, Horst Dyckerhoff, Detlef Fröhlich, Andreas Geis, Paul Jahnhorst, Josef Otto, Bernd Rau, Gernot Schäfer, Thomas Schneider, Josef Wenz und Felix Weser geehrt.

Die silberne Klubnadel bekamen Udo Dietz, Hubert Eckert, Walter Fachinger, Alfred Helfrich, Werner Jungmann, Dr. Gerhard Mohr, Peter Ries und Hans Josef Weissmüller. (st)

Zu einem Erinnerungsfoto stellten sich die geehrten Mitglieder des Jagdklubs Limburg.   

 Foto: Steffen