- Junge Jäger kritisieren schleppenden Informationsfluss auf allen
Verbandsebenen -
15 junge Jägerinnen und Jäger aus ganz Deutschland trafen sich am 11. März 2002 in der DJV-Geschäftsstelle Bonn zur Arbeitssitzung der „AG Junge Jäger“. Außer Berlin, Bremen, Hamburg und Niedersachsen hatten alle Landesjagdverbände Nachwuchskräfte nach Bonn entsandt. DJV-Präsident Heereman, der dieses Treffen zur „Chefsache“ machte, übernahm selbst die Leitung der Tagung. Denn: „Die Überalterung im Verband ist ein ernstzunehmendes Problem“, sagte der DJV-Präsident bei der Begrüßung der jungen Jäger. Nachwuchskräfte seien da, aber sie müssten entsprechend gefördert werden, um Verantwortung im Verband zu übernehmen. Und wie die konkrete Förderung im DJV und den Landesjagdverbänden aussehen könnte, war die zentrale Aufgabenstellung, zu der die AG-Mitglieder gemeinsam mit dem DJV-Präsidenten Lösungsvorschläge entwickelten.
Ganz oben auf der Tagungsordnung stand der konkrete Erfahrungsaustausch zwischen den angereisten jungen Grünröcken. Die Darstellung der Aktivitäten der einzelnen Teilnehmer machte deutlich, wie vielfältig das Engagement junger Leute sein kann und mit welcher Begeisterung Ideen verfolgt und umgesetzt werden. Die schleppende Informationsübertragung innerhalb des Verbandes sahen die AG-Mitglieder allerdings als großen Hemmschuh für ihre Arbeit an. So sei es für Nachwuchskräfte äußerst schwierig, notwendige Informationen zu erhalten.
Als Ergebnis der Arbeitssitzung vereinbarten die AG-Mitglieder folgende Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit dem DJV:
·
Angebote zur Fort- und
Weiterbildung junger Jäger, insbesondere zur Vorbereitung auf Mandate, zu
entwickeln
·
Ein Informations- und
Kommunikationsnetzwerk über die Domain www.junge-jaeger.de
auf zu bauen
· Ein jährlichen Treffen der AG in Bonn durch zu führen
· Öffentlichkeitsarbeit mit Unterstützung des DJV zu betreiben.
Baron Heereman sicherte ferner zu, dass der DJV als Ergebnis der Sitzung entsprechende Empfehlungen an die Landesjagdverbände weitergeben wird, die dann folgende Punkte behandeln:
· Vertretung junger Nachwuchskräfte in Gremien und deren satzungsgemäßer Verankerung
· Altersgrenze für Mandatsträger
· Festlegung von Budgets für die Nachwuchsarbeit.
Die Teilnehmer sicherten zu, die Aktivitäten auf Landesebene mit ihren Landesjagdverbänden abzustimmen.
Als sehr positiv bewerteten die Teilnehmer die Ergebnisse der Arbeitssitzung. “Ich kam etwas unsicher heute morgen hierher, weil ich nicht genau wusste, wie die Förderung junger Jäger überhaupt aussehen könnte. Jetzt fahre ich motiviert wieder fort, und ich habe jede Menge interessanter Anregungen bekommen“, resümierte ein Teilnehmer.
Regelmäßige Informationen über die AG Junge Jäger und Aktivitäten in einzelnen Landesjagdverbänden finden Interessierte auch im Internet unter www.jagdnetz.de in der Rubrik „Für junge Jäger“.