Besuch im DJZ-Revier Würges

   

Seit 2005 betreibt die Deutsche Jagdzeitung in Bad Camberg-Würges ihr Testrevier. In diesen zwei Jahren wurde über dieses Revier wahrscheinlich mehr gesprochen, als über alle anderen Reviere in unserem Kreis. Da viele die hohen Schwarzwildstrecken skeptisch betrachten und eine starke Fütterung der Sauen vermuten, war es an der Zeit den Mitgliedern des Jagdklubs Limburg die Möglichkeit zu bieten, sich in einer geführten Besichtigung des Reviers von den Verhältnissen vor Ort ein Bild zu machen. Dabei sollte aber nicht nur das "Reizthema Schwarzwild" im Vordergrund stehen, denn das Revier zeichnet sich besonders durch viele Tätigkeiten aus, die dem Schutz des Niederwildes zu Gute kommen.

 

Am 02.06.2007 trafen sich 35-Mitglieder des Jagdklubs mit dem Berufsjäger des DJZ-Reviers, Erich Kaiser, in der Walkmühle bei Würges. Die Interessen der Besucher sollten in dem Tagesablauf Berücksichtigung finden. So kam es dann, dass zuerst das Revierteil Richtung Walsdorf besichtigt wurde, während für den Nachmittag der Revierteil jenseits der "Hessenstraße" begangen werden sollte.

Die Wildäsungsflächen im Wald dienen hauptsächlich dem Rotwild, werden natürlich auch vom Rehwild und den Sauen gerne angenommen. Dabei wurde erläutert wie diese Maßnahmen mit dem Forst abgestimmt wurden und welche Pflegemaßnahmen an den betreffenden Flächen notwendig sind.

 

Im Feld sind ebenfalls Äsungs- und Deckungsstreifen zu finden, die mehr dem Niederwild (Fasan, Rebhuhn, Hase, Wildkaninchen) und anderen Kleintierarten zum Schutz vor Raubwild zur Verfügung stehen.

 

Um den Fuchsbestand im Feld so gering wie möglich zu halten, wird diesem dort nicht nur mit Büchse und Flinte zu Leibe gerückt, sondern vor allem mit der Falle nachgestellt. Um den Tieren lange Aufenthalte in den Fallen zu ersparen, sind alle Lebendfallen mit "Handys" ausgerüstet, die sofort nach Auslösen der Falle die Revierjäger benachrichtigen, die unverzüglich die Falle kontrollieren.

Bildunterschrift: Die Klubmitglieder inmitten einer Ausgleichsfläche, die für das Niederwild gestaltet wurde (Bild 1).  Eine Äsungsfläche im Wald (Bild 2), Eine schadensbedrohten Fläche im Feld (Bild 3)

Frisch gestärkt ging es nach dem Mittagessen in den reinen Waldteil, wo eine Äsungsfläche mit einer Ablenkfütterung für Schwarzwild besichtigt werden konnte. An den Ablenkfütterungen ruht die Jagd auf Sauen, da nur an den beiden Drückjagdterminen im Herbst/Winter im Wald auf Sauen geschossen wird. Ansonsten werden die Sauen im Feld scharf bejagt, wobei auch dort Keiler und Bachen geschont werden. Auch um den Spekulationen über Fütterungsmenge und Fütterungsart entgegen zu arbeiten, bietet die DJZ-Zeitung für Jagdvereine und Hegeringe solche Führungen an.

Bildunterschrift: Auf einer Bejagungsfläche im Wald (Bild 1), Christian Dutschun bedankt sich bei Erich Kaiser (Bild 2)

 

Zum Abschluss bedankte sich der zweite Vorsitzende Christian Dutschun bei Revierjäger Erich Kaiser und der Deutschen Jagdzeitung für die offene und sackkundige Führung und versprach im nächsten Jahr wieder eine solche Veranstaltung anzubieten, denn allen Beteiligten hat dieser Tag sehr viel Spaß gemacht und auch einiges an Möglichkeiten in Bezug auf das Anlegen von Äsungsflächen oder Fallenjagd eröffnet.

Bildunterschrift: Schatzmeister Gerhard Brötz verschnauft in einer kurzen Pause während des Revierbegangs (Bild 1),